Tipps Portraitaufnahmen

Egal ob man lieber Makro- Landschafts- oder Streetaufnahmen machen will, es kommt immer die Situation in der man ein Portrait von Freunden oder der Familie schießen soll. Doch den Menschen vor die Kamera zu stellen und abzudrücken ist nicht das, was schöne Bilder entstehen lässt.

 

 

Vor allem im Hobbybereich sind Portraits eine der schwierigsten Aufgaben. Der Hobbyfotograf ist noch so ungeübt, dass er sich mehr mit den Einstellungen beschäftigt, um ein technisch gutes Bild zu erstellen und somit das "Modell" vergisst.

 

 

Tipp 1: Seht euch vorab die Umgebung an, in der ihr euch befindet!

  • Gibt es schöne Ecken?
  • Wie ist der Lichteinfall?
  • Welche Art von Portrait wollt ihr schießen?

 

 

Tipp 2: Stellt die Kamera vorher auf die Lichtverhältnisse ein!

  • Natürlich könnt ihr Euer Modell schon mal als Übungsobjekt dahinstellen, sagt ihm/ihr aber, dass es sich um Testbilder handelt. So kann er/sie sich ungezwungen ohne Pose an die Kamera gewöhnen.
  • Seht Euch das Bild nachher im Display gleich an, um eventuell die Einstellungen zu optimieren!

 

Tipp 3: Kommuniziert mit dem Modell!

  • Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben!
  • Ihr müsst eine gute Stimmung erzeugen.
  • Versucht Euer Modell Posen einnehmen zu lassen, ohne dass Ihr selber aktiv Ihre Gesichter dreht oder an Ihnen herumzehrt.
  • Gebt kurze Anweisungen und vor allem maximal 3 hintereinander. Zu viele Anweisungen verunsichern den Menschen und Ihr bewirkt eine unangenehme Situation.
  • Lobt Euer Modell und vergesst dabei nicht zu lächeln. Menschen in neuen Situationen nehmen vor allem nonverbale Kommunikation sehr genau auf. Daher macht Euch bewusst, wie Gesprochenes mit Eurer Mimik harmonisiert!
  • Erklärt dem Modell bei Posenwechsel welche Art von Bild Ihr erzeugen wollt. Somit nehmt Ihr ihm/ihr die Verunsicherung und lenkt ihn/sie in eine aktive Position. Ihr werdet sehen, die Modelle werden versuchen Eure Bildgestaltungsidee aktiv mit zu gestalten. Sie werden lockerer, weil sie eine Aufgabe haben.
  • Vermeidet vor allem Sätze wie: "Nein, das ist nichts geworden! Mist! Ne, noch mal!" dies wirkt nur noch mehr auf den Verunsicherungsprozess ein!

 

 

Tipp 4: Sucht aus den Sets immer ein paar schöne Fotos aus und zeigt diese dem Modell während des Shootings!

  • So kann das Modell vor Ort sehen, wie die Bilder werden. Diese Taktik fungiert vor allem als positive Verstärkung auf das Modell und leitet einen weiteren positiven Arbeitsprozess ein!
  • Eventuell hat das Modell dann selber Ideen, die es mit einfließen lassen möchte. Nehmt diese mit auf! Egal ob sie Euch gefallen oder nicht! Zeigt ihr/ihm das Ergebnis und lasst sie aktiv teil haben am Prozess!

 

 

Wenn Ihr locker bleibt und mit Euren Gegenüber kommuniziert, habt Ihr in der Portraitfotografie schon einmal die halbe Miete gewonnen. Beherzigt diese Tipps und verfeinert sie gerne weiter.

 

Viel Spaß beim Lesen und Anwenden, kommentiert gerne Eure Erfahrungen damit.

Euer HuS-Team