Die Belichtungszeit

 

Was ist gemeint, wenn man von der Belichtungszeit spricht? Was beeinflusst man mit der Zeit und wie kann ich sie für mich arbeiten lassen?

 

 

 

 

Was ist die Belichtungszeit

Unter der Belichtungszeit versteht man die Zeit, in der die Blende geöffnet ist. Nur in dieser Zeit kann das Licht auf den Sensor fallen und somit ein Bild entstehen.

Je länger das Licht auf den Sensor fallen kann umso heller wird das Bild. 

Es ist dadurch möglich mit langen Belichtungszeiten auch bei Nacht Bilder zu machen, die hell genug sind um auf Ihnen etwas zu erkennen.

 

Aber so wie überall: Zuviel ist nicht immer gut!

 

Bei langen Belichtungszeiten ist die Gefahr von Verwacklungen sehr hoch. Bewegte Objekte verwischen und sind nicht mehr zu erkennen. Aber nicht nur wenn sich das Motiv bewegt gibt es Schwierigkeiten. Auch Bewegungen an der Kamera können zu Verwacklungen führen. Es kann schon reichen, dass man den Auslöser betätigt.

Das Erste was sich empfiehlt ist ein Stativ. Man kann die Kamera in aller Ruhe ausrichten und seinen Bildausschnitt wählen. Da die Kamera auf dem Stativ fest montiert ist, vermeidet man somit die meisten Verwacklungsgefahren. Sollte es immer noch zu Verwacklungen kommen, zum Beispiel durch das Drücken des Auslösers, gibt es Fernauslöser für viele Kameras. Mit diesen ist es möglich das Bild aufzunehmen ohne das man direkt an die Kamera ran muss.

Wer keinen Fernauslöser hat oder keinen kaufen will kann zur Auslöseverzögerung greifen. Viele Kameras haben eine Option, mit der das eigentliche Bild gemacht wird nachdem man den Auslöser gedrückt hat. Oft kann man auch diese Zeit zwischen "Knopf drücken" und der Aufnahme des Bildes einstellen. 

 

Tipp! Ein Fernauslöser oder die Auslöseverzögerung helfen auch viel bei Makrofotografie.

 

 

Als Merksatz, bis zu welchen Zeiten man ein Foto bedenkenlos aus der Hand machen kann, sagt man: 

 

Die Belichtungszeit ist mindestens der Kehrwert der Brennweite.

 

 

Wenn ich also mit einer Brennweite von 50 mm fotografiere, brauche ich mindestens eine Zeit von 1/50 Sec. um Verwacklungen zu vermeiden. Ich selber packe auf diesen Wert immer noch etwas drauf, um sicher zu sein.

 

 

Man kann lange Belichtungszeiten aber auch experimentell verwenden! Wenn man die Kamera fest auf einem Stativ stehen hat und bei Dunkelheit eine befahrene Straße fotografiert, sieht man keine Autos mehr. Was man sieht ist die Stadt, Straße oder Landschaft auf dr helle oder rote Lichter streifen ziehen, Manchmal sogar kleine gelbe Punkte von Blinkern.

Blende: f 9 Zeit: 25 Sec.  ISO: 100
Blende: f 9 Zeit: 25 Sec. ISO: 100

Durch die 25 Sekunden lange Aufnahme sind alle Autos zu Lichtstreifen geworden.

 

 

Viel Spaß beim Fotografieren und Ausprobieren 

wünscht Euch Euer HuS-Team